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Website-Relaunch

Website-Relaunch

Mit 10 Schritten zum erfolgreichen Makeover

Wer kennt das nicht? Nach vielen Monaten oder sogar Jahren hat man sich an seiner Webseite sattgesehen. Neue Entwicklungen haben stattgefunden, die Seite sieht veraltet aus und wirkt auch bei der Anwendung so. Etwas Neues, Erfrischendes muss her. Mehr Stil, ein schönes Design, bessere Usability, einfache Struktur und natürlich SEO-optimiert. So eine Webseite muss ganz schön viel bieten und können, wenn man sich einmal dafür entschieden hat, mit einem Website-Relaunch ein Neues Gewand für den Webauftritt zu erstellen.

Öfter mal was Neues - Aktuellen Trends folgen

Eigentlich ist es eine klare Sache: Im schnellen Wandel der Technologien und Trends bleibt Der zurück, der sich und seinen Auftritt nicht regelmäßig neu erfindet. Webseiten stehen diesem Mantra in nichts nach. In einem Zeitalter, in dem alles und jeder digitalisiert wird und Trends von heute morgen schon vorbei sind, gilt es, den Anschluss nicht zu verlieren. Wer also up-to-date bleiben möchte, der sollte seine Webseite in einem regelmäßigen Prozess aktualisieren und modernisieren. Ein Website-Relaunch bildet diesen Prozess ab und hat das Ziel, eine modernere, interessantere und nutzerfreundlichere Seite hervorzubringen, ohne dabei den Informationsgehalt zu verändern.

Aber was genau ist ein Website-Relaunch denn? Wie kann man diesen Prozess konkret definieren? Im Prinzip geht es darum, Inhalte, Grafiken, das Layout und auch die Strukturen auf seine Zweckmäßigkeiten zu überprüfen. Neue technische Entwicklungen können eingesetzt oder eine Modernisierung des Designs erarbeitet werden. Aber ein solcher Relaunch dient auch dazu, neue, zusätzliche Funktionen einzuführen. Das Ziel ist es, dabei die Struktur zu überprüfen und zu überarbeiten und gleichzeitig einen Wiedererkennungswert zu erhalten.

 

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Der Nutzer und seine Bedürfnisse sollten bei einem Website-Relaunch im Zentrum stehen.

 

Ein Relaunch dient sinngemäß dazu, den Nutzer der Seite ins Zentrum zu stellen und die Seite auf ihn zu optimieren. Eine ansprechendere Gestaltung, bessere und konkretere Informationen und infolgedessen auch ein positiveres Nutzergefühl. Und nicht zuletzt schafft es ein Unternehmen mit einem Website-Relaunch, sich vom Wettbewerb absetzen zu können. Vor allem aus diesem Aspekt heraus hat ein solcher Relaunch auch die sogenannte OnPage Optimierung als Ziel, also Leads zu generieren, wie auch immer sich diese für das jeweilige Unternehmen definieren mögen. Im Rahmen aktueller Entwicklungen gibt es jedoch einige Aspekte, die es bei einem Website-Relaunch zu beachten gibt.

Mobile First wird immer wichtiger

Nummer eins wird wohl niemanden mehr überraschen: Tagtäglich viele Minuten oder sogar Stunden verbringt der Durchschnitts-User seiner Zeit am mobilen Endgerät. Ob Handy oder Tablet ist dabei ganz egal. Doch wer einen Blick in sein Website-Analysetool wagt, wird schnell feststellen, dass der Trend nach wie vor stark Richtung primär mobiler Nutzung geht.

Im Umkehrschluss gilt beim Webdesign und Layouting eben: Mobile First. Das bedeutet, dass Inhalte nicht mehr nur rein auf die Nutzung mit Desktop-PCs erstellt werden sollten, sondern primär so erstellt werden sollen, dass sie vom Smartphone aus gut erreicht und schnell rezipiert werden können. Diese Entwicklung hält an und wird sich vor allem kurz- bis mittelfristig noch weiter verstärken.

Nie wieder ohne Responsive Webdesign?

Was die Darstellung dieses mobil-optimierten Contents angeht, so ist es vor allem wichtig, dass das hinter der Website liegende Content-Management-System (CMS) die Inhalte auch entsprechend für kleine Screens darstellen kann. Dieses responsive Webdesign ermöglicht also, dass eine Internetseite je nach Größe eines Bildschirms (z.B. Desktop, Tablet oder Smartphone) anders dargestellt wird. Diese unterschiedlichen Darstellungsarten dienen dazu, eine möglichst hohe Benutzerfreundlichkeit zu erreichen.

Als plakatives Beispiel sei hier einfach mal ein Fließtext genannt. Ohne responsive Darstellung würde ein Textblock über die Bildschirme von Smartphone und Co. hinausgehen und damit nicht mehr lesbar sein. Responsive Webseiten erkennen, von welchem Endgerät die Seite abgerufen wird und können die Inhalte entsprechend so darstellen, dass Bilder, Texte und mehr bequem und ohne Einschränkungen auf dem kleinen Bildschirm angezeigt und abgerufen werden können.

 

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Mobile first - das heißt, die Website in erster Linie für eine mobile Ansicht zu gestalten und zu optimieren. (Image Designed by Freepik)

 

Eine Website von vornherein responsive zu gestalten kann sich auch für das SEO lohnen, denn wenn die Seite nutzerfreundlich ist, dann bleiben die User länger und konsumieren die dort angebotenen Inhalte womöglich intensiver. Diese erhöhte Verweildauer zeigt Google, dass die Website relevant und user-zentriert ist, die Absprungrate sinkt. All das hat einen positiven Effekt auf das Google-Ranking in den SERPs.

Verluste beim Google-Ranking vermeiden

Hat die bisherige Seite, die erneuert werden soll, bislang schon einen guten Platz in den Suchergebnissen ist es natürlich eines der obersten Ziele, diese Position auch nach dem Relaunch nicht zu verlieren. Gefahr droht dabei vor allem, wenn die Seitenstruktur verändert wird und damit die Seiten Ihre URL nicht behalten oder verändern. Das resultiert daraus, dass Google für sein Ranking die genaue URL jeder einzelnen Unterseite eines Webauftritts indexiert.

Umso wichtiger ist es, dass bei URL-Veränderungen ein richtiges Redirecting (Weiterleitung) auf die dann neue URL eingestellt wird, also die alte URL auf die neue URL automatisiert weiterleitet. Ein solcher Redirect wird über den Status “301 Redirect” eingerichtet, der angibt, dass die veraltete URL permanent verzogen wurde. Damit wird die Link-Stärke der alten URL an die neue Seite übertragen und es ist mit keinem Verlust beim Google-Ranking zu rechnen. Eine Weiterleitung beispielsweise auf die Startseite könnte dagegen mit starken Verlusten einhergehen, da sich die Inhalte dann womöglich zu stark geändert haben

10 Schritte zum erfolgreichen Website-Relaunch

Nach soviel Input dazu, was man denn jetzt alles beachten sollte, wenn man plant, eine Webseite zu optimieren folgen nun checklistenartige Schritte, an denen man sein Großprojekt orientieren kann:

1. Eingeständnis

Wer einen Bedarf sieht, einen Website-Relaunch zu initialisieren gibt damit den Startschuss frei für eine Neu- und Umgestaltung mit nachhaltigem Effekt. Dafür ist jedoch vor allem ein Eingeständnis notwendig, dass es mit dem aktuellen Status Quo der Seite nicht weitergehen soll und kann. Bei diesem Schritt werden in der Regel auch die Ziele deutlich, die ein Relaunch erfüllen soll. Hier gilt es, ein möglichst umfassendes Zielkonstrukt zu erstellen, denn das wird der Dreh- und Angelpunkt des zweiten Schrittes.

2. Briefing / Informationsgespräch

Um nach der Zieldefinition möglichst allen Beteiligten alle relevanten Informationen mitzuteilen, braucht es ein eindeutiges Briefing, sodass jeder Bereich weiß, was zu tun ist. Genaue Anweisungen an Mitarbeiter, Agenturen und Dienstleister helfen dabei, Missverständnisse von vornherein zu vermeiden. Es schafft eine einheitliche Informationsbasis für alle Beteiligten und enthält alle notwendigen Anforderungen, die zur Bearbeitung notwendig sind.

3. Konzeption

Die Konzepterstellung für die neue Webseite wird dann durch einen Dienstleister oder die Marketing-Abteilung des Unternehmens vorgenommen. Hierbei sollten neben den technischen Anforderungen auch eine Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse einbezogen werden. Daneben gehört auch die Neugestaltung des Webdesigns, die Menüführung sowie eine Keyword-Analyse zum Gesamtkonzept.

4. Konzeptausarbeitung

Steht das Grobkonzept und ist es durch alle entsprechenden Abteilungen freigegeben, beginnt die Ausarbeitung der einzelnen Konzeptpunkte. Technische Anforderungen und Funktionalitäten werden definiert, ein Styleguide erstellt und das passende Content Management System ausgewählt.

5. Seitenerstellung / Programmierung

Die technische Umsetzung ist die Phase, in der das Entwicklerteam die Backend- und Frontendprogrammierung entsprechend des Konzeptes vornimmt und die Seitenstruktur aufbaut.

6. Content

Parallel zur Programmierung und technischen Umsetzung kann sich das Kreativteam an die Content-Erstellung für die neue Seite machen. Ob und wie viel Content erneuert und erstellt werden muss, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Texte, Bilder, Grafiken und Videos müssen je nach strategischer Orientierung erstellt und eingebunden werden. Dabei können sowohl neue Inhalte erstellt als auch bereits bestehende Inhalte überarbeitet und aktualisiert werden. Hierbei ist auch die SEO-Optimierung wichtig, um alle wichtigen Keywords zu bedienen.

7. Datenschutz

Ein Website-Relaunch ist der perfekte Zeitpunkt, um das Thema Datenschutz neu aufzurollen. Welche Datenschutzvorgaben aus DSGVO und BDSG wurden auf der alten Seite bereits umgesetzt und wo muss auf der neuen Seite noch nachgearbeitet werden? Wer hier nicht stets Aktualisierungen und Anpassungen an aktuelle Gesetzgebungen durchführt, läuft schnell Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten. Dabei muss man sich auch die Frage stellen, welche Analysetools oder Trackinginstrumente zum Einsatz kommen und wie diese Nutzerdaten verarbeiten. Eine aktuelle Datenschutzerklärung auf der Seite ist dabei das notwendige Minimum, Cookie-Infos oder Opt-In/Out-Lösungen mögliche Ergänzungen.

8. Suchmaschinenoptimierung / SEO

Ein Stichwort, das bereits früher im Text gefallen ist, denn Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung sind relevant und werden immer wichtiger. Damit ist im Falle eines Relaunches nicht nur die Keyword-Optimierung der Textbausteine gemeint, sondern auch technische Aspekte müssen bedient werden wie Alt TAGs für Bilder, Titel und Beschreibungen für die einzelnen Seiten oder auch Meta TAGs, die in das Content Management System eingepflegt werden. Aber auch eine XML-Sitemap oder die vorhin erwähnten Weiterleitungen tragen zur Optimierung der Suchmaschinen-Auffindbarkeit bei.

9. Tests

Sind die Programmierungen erfolgt, die Unterseiten erstellt, die technischen Details eingerichtet und der Content eingepflegt, geht es daran, die gesamte Seite auf Fehlerquellen zu prüfen. Nicht nur inhaltlich ist hierbei ein Feinschliff möglich, sondern auch Usability und Ladezeiten können hierbei geprüft und bei Bedarf überarbeitet werden. Natürlich sind dabei sowohl die Desktop-Versionen als auch die mobilen Darstellungen der Seite ausführlich zu testen. Hierbei bietet es sich an, auch externe, am Prozess nicht beteiligte Tester einzubinden, um die altbekannte Betriebsblindheit zu umgehen und wirklich ALLE Fehler zu identifizieren.

10. Projektabschluss und Liveschaltung

Kommen wir zum Moment der Wahrheit: Die Live-Schaltung der Seite verlangt Feingefühl und Vorbereitung. Alle Projektdetails aus dem Briefing sollten hier nochmals geprüft, die Analysetools eingerichtet und die https-Verschlüsselung der Seite sichergestellt werden. Damit ist das große Projekt so gut wie abgeschlossen und ein fortwährender Optimierungsprozess schließt sich an.

 

Image by © iStock.com/VectorHot

Magdalena Dunkel
Verfasst von Magdalena Sturm

Content Creation / PR

Ursprünglich veröffentlicht am , aktualisiert am Samstag, 16. Mai 2020
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